Nehmen wir die Zukunft in Anspruch!

Über Wolfgang Wetzel

Das Leben hat mich schon in der Kindheit gelehrt, wachsam und sensibel gegenüber Diktatur zu sein. Mein christliches Elternhaus wahrte Distanz zum DDR-Staat, so gut es konnte. Für mich war klar, dass ich nicht Mitglied der „FDJ“ werden will, nicht an der staatlichen „Jugendweihe“ teilnehme und den Wehrdienst mit der Waffe in der NVA verweigere. Ich lernte, dass man bereit sein muss, Konsequenzen zu tragen, wenn man zu seiner Meinung steht. Der Weg zum Studium blieb mir in der DDR verschlossen, ich erlernte den Beruf des Krankenpflegers. Über das Ende des SED-Regimes war ich sehr glücklich.

Mit den Wertvorstellungen meines konservativ-christlichen Herkunftsmilieus kollidierte ich ebenfalls. Mit 14, 15 Jahren zu merken, dass ich nicht auf Mädchen, sondern auf Jungs stehe, war ein großes Problem für mich. Ich wollte nicht schwul sein, weil das den religiösen Regeln widersprach, in denen ich damals lebte. Es war ein langer Weg, mich so zu akzeptieren, wie ich bin.

All diese Auseinandersetzungen haben mich sensibel gemacht für die Situation von Menschen, die Mehrheitsnormen nicht entsprechen. Mein beruflicher und politischer Werdegang wurden davon geprägt. Ich habe Leidenschaft entwickelt für die Verteidigung der Bürger- und Menschenrechte und für die Belange von Minderheiten. Bündnis’90/DIE GRÜNEN sind Bürger- und Menschenrechtspartei, dieser politische Ort passt gut zu mir.

GRÜN ist auch die politische Kraft, die sich am entschiedensten den gigantischen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit stellt. Der Klimawandel fordert Veränderungen unseres Wirtschaftens und unseres Konsums, die keinen Aufschub dulden. Wir müssen handeln. Wir müssen demütiger mit der Schöpfung umgehen; sie ist unsere natürliche Lebensgrundlage und gehört nicht uns Menschen allein. Wir müssen nach sozialer Gerechtigkeit streben, weltweit und vor Ort. Wir müssen uns den Kräften in den Weg stellen, die der freiheitlichen, offenen und vielfältigen Gesellschaft den Kampf angesagt haben und die parlamentarische Demokratie kippen wollen. Darum GRÜN.

Wenn man mit Zuversicht, Vertrauen und positiver Energie an die Arbeit geht, ist Politik kein „verbissener Kampf“, sondern der aus Herz und Verstand wachsende Versuch, unsere Welt besser zu machen. Dass sich das lohnt und sinnvoll ist, sagt Dietrich Bonhoeffer – mein „Lieblingstheologe“ – so: „Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation,  sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignierten, eine Kraft, den Kopf hochzuhalten, wenn alles fehlzuschlagen scheint, eine Kraft, Rückschläge zu ertragen, eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner lässt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt“. Nehmen wir die Zukunft in Anspruch!

Neben­tätig­keiten

Quartal

Einkunft

Betrag

Q1/2021

Aufwandsentschädigungen Stadtrat Zwickau

tba




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